HAMM-Lerche — Am Freitag, den 05.05.2017 führten der Einsatzbereich Lerche der Feuerwehr Hamm und die Löschgruppe Bergkamen- Overberge eine gemeinsame Einsatzübung auf dem Gelände des ehemaligen Schachtes Lerche durch. Ziel der Übung mit den angrenzenden Einheiten war zum einen das taktische Vorgehen im Einsatzfall zu trainieren, aber auch Kameradschaft und Freundschaft untereinander zu festigen.
So trafen sich die Einheiten am Freitagabend zunächst am Feuerwehrgerätehaus in Lerche, um von dort zum Übungsgelände alarmiert zu werden. Gemeldet wurde eine Explosion mit starker Rauchentwicklung, sowie Feuerschein aus der Halle und erschwerend hinzu wurde noch eine unbekannte Anzahl an Personen in der Halle des Geländes vermisst.
Die Löschgruppe Lerche, ersteintreffend am Übungsgelände, begann nach der Erkundung sofort mit der Menschenrettung mit zwei Trupps unter schwerem Atemschutz. Die Wasserversorgung wurde sofort von den Kameraden aus Overberge, die wenige Minuten später am Übungsort eintrafen, für die eingesetzten Trupps aufgebaut.
Im Folgenden wurden die Führungsaufgaben eingeteilt: Der Zugführer Overberge übernahm die Einsatzleitung, die beiden Gruppenführer jeweils die Abschnitte Innenangriff und Wasserversorgung, die über größere Entfernung gefördert werden musste. Des Weiteren wurde das Alarmstichwort von „Feuermeldung mit Menschenleben in Gefahr“ auf „ManV2“ (Massenanfall an Verletzten) erhöht, da nicht klar war wie viele vermisste Personen sich noch in der Halle befinden würden.
Hinter dem Alarmstichwort ManV2 verbirgt sich, dass weitere Einsatzkräfte, insbesondere die des Rettungsdienstes, zur Übungsstelle nachalarmiert werden.
Nach und nach wurden weitere Trupps unter Atemschutz in die Halle geschickt, sodass am Ende vier Personen aus der Halle gerettet werden konnten. Diese wurden dann durch weitere Kräfte einer Verletztensammelstelle zugefügt. Dort würden sie dann durch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes versorgt werden.
Auch mussten in der Übungshalle insgesamt zwei sogenannte „Mayday-Notfalllagen“ abgearbeitet werden. In Folge des Absuchens der Halle wurde ein Truppmann bewusstlos. Schnell muss eine Notfallmeldung abgegeben, und rasch die richtigen Schritte eingeleitet werden, um den Truppmann aus dem Gefahrenbereich zu holen. Diese Prozedur wurde mit einem anderen Atemschutztrupp noch einmal geübt.
Hierbei ist es entscheidet, dass schnell die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, da der Verletzte sich im schwer zugänglichen Bereich befindet und ringsherum sich Atemgifte um ihn befinden.
Im weiteren Verlauf wurde auch ein Trupp zur Brandbekämpfung neben der Menschenrettung eingesetzt, um die Rauchgase und das Feuer einzudämmen. Anschließend wurde ein Lüfter eingesetzt, um die Halle vom Rauch zu befreien.
Nach Abschluss der Einsatzübung konnte erfreulich festgehalten werden, dass das Zusammenspiel der Einheiten aus zwei verschiedenen Städten wieder reibungslos funktioniert hat. Wobei die gemeinsame Übung, zu der noch normalerweise die Löschgruppe aus Bergkamen-Mitte gehört, schon seit über 10 Jahren stattfinden. Alle platzierten Übungspuppen wurden gefunden, gerettet und das Übungsfeuer gelöscht. –EB45
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